Mein Partner will seine ED nicht einsehen
Ich bin 31, mein Partner 32 und wir sind seit 6 Jahren zusammen.
In den ersten vier Jahren unserer Beziehung hatten wir leidenschaftlichen Sex und das cirka ein bis zweimal die Woche, was für beide durchaus zufrieden stellend war.
dann wurden seine „Aktivitäten“ und sein Interesse an mir und meinem Körper immer seltener; weniger küssen, schon gar keine Zungenküsse, Sex immer häufiger nur noch morgens mit der „Morgenlatte“, kein spontanes anfassen und fummeln mehr, usw.
Da ich ihn mehr als alles auf der Welt liebe, habe ich versucht, keinen Druck auszuüben und vorsichtig immer mehr die Initiative übernommen. geredet haben wir erst nach einiger zeit über das Thema, er schien immer sehr enttäuscht über sich selbst und besorgt, meine Erwartungen nicht erfüllen zu können. zu diesem Zeitpunkt wurde er von seiner Firma für ein Jahr ins Ausland versetzt, wir haben uns nur alle sechs bis acht Wochen gesehen, aber auch dann war nicht, wie erhofft, durch die körperliche Abstinenz Besserung in Sicht.
In den letzten vier Jahren hat sich das Problem extrem verstärkt, zum Schluss hatten wir nur noch alle vier bis sechs Monate Sex. früher aufgetretene, spontane Erektionen, insbesondere am morgen nach dem aufwachen, treten überhaupt nicht mehr auf.
Ich habe ihn immer wieder, dann auch fordernder auf das Problem angesprochen, ihn gebeten, mit mir darüber zu reden, mir seine Gefühle zu erklären oder auch sich ärztlich untersuchen zu lassen oder gar eine Therapie zu beginnen.
eine Untersuchung der körperlichen Funktionen beim Hausarzt Anfang des Jahres hat nichts ergeben. Nun hat er sich im August, nachdem ich erneut versucht hatte, ihn zum Sex zu motivieren, unsere Beziehung beendet. seine Begründung ist die, dass er einfach „nicht mehr verliebt sei“ und offensichtlich Sex bei ihm nur im Stadium einer anfänglichen Verliebtheit wirklich funktionieren würde. ab dem Zeitpunkt, ab dem sich die letzten Reste hiervon verflüchtigt hätten und das ganze in eine aus seiner Sicht wirklich gute Beziehung mündete, sei er nicht mehr angetörnt gewesen! dies habe ausdrücklich nichts mit mir zu tun, er halte mich weiterhin für eine körperlich sehr begehrenswerte Frau, usw. Nach seinen aussagen ist auch Selbstbefriedigung nicht wirklich erfüllend, es dauert ewig, bis eregiert ist und zum Orgasmus kommt. Wir leiden beide unter dem Problem, die Liebe und die körperliche Nähe ist weiterhin da, wir verbringen immer noch viel zeit miteinander, aber er sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine andere Möglichkeit, als nun erst einmal Single zu sein und sich dann vielleicht sich irgendwann wieder zu verlieben. An seine nächste Beziehung möchte er „gar nicht denken“, er hofft wohl insgeheim, dass sich sein Problem mit der Trennung von mir erledigt hat. Inzwischen ist natürlich alles sehr verwickelt und verfahren, er fühlt sich durch sich selbst und durch mich enorm unter Druck gesetzt, will nun überhaupt nicht mehr über das Thema sprechen, auch nicht mit guten Freunden. ich bin allerdings davon überzeugt, dass ich, nachdem ich nun all die Jahre die liebe über alles gestellt und bei ihm geblieben bin, nicht einfach so aufgeben werde, auch wenn man heutzutage nur allzu leicht, ohne Trauschein und Kinder und sonstige Verpflichtungen eine Beziehung über Bord werfen kann. Ich zermartere mir nun den Kopf, ob es sich dabei um das oft beschriebene Problem der „Abnutzung“ nach vielen Jahren der Gewohnheit handelt und er diesen Punkt nicht überwunden bekommt, d. h. sich mit Erinnerungen an heißen Sex in der Anfangsphase, viel Fantasie und körperlicher Stimulierung durch mich trotzdem nicht erregen kann? Wie weit kann man gehen, wenn man mit der Person, die man liebt, so stark körperlich vertraut ist, dass man nicht mehr angetörnt wird? Ist dies der Regelfall? Inwieweit hilft es, sich von der Freundin einen blasen zu lassen und dabei an die Nachbarin zu denken? Oder ist es, wenn selbst das nicht funktioniert, nicht vielmehr ein Anzeichen dafür, dass es hier vielleicht doch körperliche Aspekte gibt, die er verleugnet und die bei der ersten Routineuntersuchung nicht gefunden wurden? Gibt es hier Erfahrungen? Tipps zu qualifizierten Ärzten in Hamburg?
Ich würde mich über qualifizierte Ratschläge oder Meinungen von Lesern freuen, die dies bereits einmal erlebt haben!
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